Eine bequeme Option
Nachdem Silagefolien und Maschinen zur Produktion von Ballen kontinuierlich weiterentwickelt worden sind, hat sich Ballensilage als kostengünstigste und vielseitigste Option für die Lagerung von Silage erwiesen.
Jeder, der sich heutzutage erstmals mit dem Thema Silageproduktion befasst, kommt an einer thematischen Auseinandersetzung mit der Produktion von Ballensilage kaum vorbei: Ballensilage erübrigt den Bau und die Wartung von Siloanlagen und bedarf keiner größeren Investition. Ferner müssen Siloanlagen repariert und erneuert werden, um ökologischen Standards gerecht zu werden. Diese Investition kann im Vergleich zur Umstellung auf die vorteilhafte Ballensilage als unrentabel angesehen werden.
Eine Simulationsstudie mit zwei Herden mit jeweils 30 Milchkühen, die von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften durchgeführt wurde, verglich die Kosten für das Silieren von Erntegut in Rundballen und Flachsilos: bei Ballen waren die Kosten pro verfüttertes Kilogramm Silage-TM 35% niedriger.
Neue Forschungsarbeiten und eine Kostenanalyse des IGERs (Institute of Grassland and Environmental Research) bestätigen, dass Ballensilage eine kosteneffiziente Alternative ist, die sowohl die Rentabilität von Milchkuhherden verbessert als auch die Möglichkeit bietet, höherwertige Silage mit größerer Flexibilität bezüglich abgegraster Weideflächen und Silageproduktion herzustellen.
Kostenvergleich Ballen- versus Flachsilage
Auf Grundlage des von IGER und Dow 2004 entwickelten Modells wurde ein neuer Wirtschaftlichkeitsrechner eingeführt, der Landwirten hilft, die Kosten und den Nettonutzen von Ballensilage im Vergleich zu Flachsilosilage abzuschätzen.
Das Modell geht z.B. von der Herstellung hochwertiger Weidelgras-Silage (ME>11,5) und einem Trockenmasseverlust von 7% bei Ballen und 20% bei Flachsilos aus. Unter dieser Annahme entspricht die Einsparung bei der Silageherstellung für Milchkühe bei Verwendung von Ballensilage € 13 pro Tonne geerntete Trockenmasse. Dies würde bei 1.000 Tonnen Silage, die als Ballen zubereitet und verfüttert werden, eine höhere Futterkostenmarge gegenüber dem Milcherlös von € 3.500 im Vergleich zu der Fütterung von Fahrsilosilage bedeuten.
Der Hauptfaktor für die geringeren Kosten war der bei beiden Systemen festgestellte Silage-Trockenmasseverlust: bei Ballen lag dieser zwischen 0,2 und 13%, bei Flachsilosilage zwischen 18 und 25%.
Quelle: www.dowsilage.com





